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Volkswirtschaftliche Bedeutung der Bürgschaftsbanken

Mit dem verbürgten Kredit wird in vielen Fällen die Grundlage dafür geschaffen, das Unternehmen auf gesunde Füße zu stellen und erfolgreich auf seinem Markt zu wirken. In den Unternehmen werden vielfältige Produkte hergestellt, innovative Entwicklungen durchgeführt, in Gebäude und Maschinen und nicht zuletzt in Menschen und Arbeitsplätze investiert.

Die vom Institut für Mittelstandsökonomie (inmit) an der Universität Trier im Juli 2010 veröffentlichte Studie „Gesamtwirtschaftlicher Nutzen der Deutschen Bürgschaftsbanken“ vergleicht die Leistungen mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ohne Hilfe der Bürgschaften für mittelständische Unternehmen im Zeitraum zwischen 2009 bis 2015. Die deutschen Bürgschaftsbanken leisten einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Studie kommt im Kern zu folgenden Ergebnissen: Durch die Bürgschaftsbanken erhöht sich das Bruttoinlandsprodukt jährlich um durchschnittlich 3,4 Milliarden Euro. Wesentliche Einnahmequellen sind dabei Steuern. Ausgaben entstehen durch staatliche Leistungen (z.B. Sozialversicherung) oder den Staatsverbrauch. Im Finanzierungssaldo zeigen sich sowohl die Inanspruchnahme des Staates als Rückbürge für in Anspruch genommene Bürgschaften, als auch Mehreinnahmen bei Steuern oder Sozialversicherungsbeiträgen. Für den Staat ergibt sich ein positiver Finanzierungssaldo von zirka einer Milliarde Euro. Der Finanzierungssaldos des Staates übersteigt seine Inanspruchnahme aus der Rückbürgschaft sogar um das rund 7-fache. Jährlich sichern die Bürgschaftsbanken bundesweit 124.000 Arbeitsplätze. Die Anzahl der Beschäftigten wächst laut der Studie um 29.500 pro Jahr. Die beeindruckenden Ergebnisse der Studie zeigen, wie volkswirtschaftlich sinnvoll die Arbeit der Bürgschaftsbanken ist. Das Geschäftsmodell der Bürgschaftsbanken setzt genau da an, wo es in der derzeitigen Wirtschaftslage am Nötigsten ist.