18.02.2019

Über 537 Millionen für den Mittelstand im Land

News der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH und der MBG Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH

Unternehmen müssen in innovative Produkte, digitale Prozesse und moderne Standorte investieren, um langfristig am Markt erfolgreich zu bleiben. Und auch, um im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter die Nase vorn zu haben.

Denn der demografische Wandel und der Fachkräftemangel machten es für Unternehmen immer schwieriger, vakante Stellen mit geeigneten Mitarbeitern zu besetzen.

Aufgrund der guten Ertragslage hätten viele Unternehmen ihr Eigenkapitalpolster aufgestockt und könnten ihre Investitionen vielfach auch aus eigenen Mitteln bestreiten. In 2018 sei das Know-how von Bürgschaftsbank und MBG aber ebenfalls gefragt gewesen: Mit Bürgschaften und Beteiligungen hätten Wachstums- und Innovationsvorhaben der Betriebe angestoßen werden können, die damit unmittelbar 3.134 neue Jobs geschaffen und 13.921 Arbeitsplätze zukunftsorientiert gesichert hätten. So habe die Bürgschaftsbank insgesamt 1.973 Projekte mit einem Kredit- und Beteiligungsvolumen in Höhe von rund 506 Millionen Euro unterstützt. Damit entfielen wie im Vorjahr auf das Förderinstitut mehr als ein Drittel des bundesweit genehmigten Finanzierungsvolumens.

Erneut sei in 2018 ein Trend erkennbar: Knapp 65 Prozent der durch die Bürgschaftsbank begleiteten Vorhaben seien Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen. In Summe seien 1.282 Neuunternehmer und Nachfolger mit einem Volumen von über 247 Millionen Euro Kredit- und Beteiligungsvolumen ausgestattet worden. Bei den Neugründungen habe sich die Zahl der begleiteten Vorhaben leicht auf 776 und ein Volumen von über 107 Millionen Euro reduziert (Vj. 782, 114 Mio. Euro). Die Nachfolgen seien im Volumen mit über 139 Millionen Euro nahezu konstant geblieben. Anders als im Vorjahr hätten sie jedoch in der Anzahl leicht abgenommen (506, Vj. 545) und damit ungefähr das Niveau von 2016 erreicht.

Vom wichtigsten Programm für die Zielgruppe der Gründer und Übernehmer, der Startfinanzierung80, das die Bürgschaftsbank gemeinsam mit der L-Bank anbiete, hätten knapp 900 Gründungswillige profitiert. Das genehmigte Kreditvolumen sei hier im vergangenen Jahr auf 58,7 Millionen Euro (Vj. 56,8 Mio. Euro) angestiegen.

Impulse für Innovationsprojekte erwarte die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg durch den Vertragsabschluss mit dem Europäischen Investmentfonds (EIF), mit dem über InnovFin 75 Millionen Euro neue Mittel bereitgestellt würden.

„Die gute Marktdurchdringung ist Ergebnis der engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Kreditwirtschaft, wozu auch ganz wesentlich die kombinierten Angebote mit der L-Bank beigetragen haben“, betone Guy Selbherr, Vorstand der Bürgschaftsbank und Geschäftsführer der MBG.

Die MBG Baden-Württemberg habe im vergangenen Jahr 105 Vorhaben (Vj. 105) mit einem Volumen von knapp 31,7 Millionen Euro (Vj. 35,7 Mio.) begleitet. Die Anzahl der Genehmigungen sei konstant geblieben, das Volumen sei leicht rückläufig. Die bundesweite Entwicklung sei im Trend vergleichbar. Die baden-württembergische Beteiligungsgesellschaft belege im deutschlandweiten Vergleich – was die Volumina angehe – den ersten Platz.

Die Existenzgründungen – also Neugründungen und Unternehmensnachfolgen – hätten sich mit 44 Beteiligungen und einem Volumen von über 8 Millionen Euro stabil entwickelt. Dies habe vor allem an den Übernahmen gelegen, die einen Aufschwung erlebt hätten. So seien hier 19 Beteiligungen mit einem Volumen von 5,4 Millionen Euro ausgereicht worden (Vj. 12, 3,7 Mio. Euro). Die Digital Natives rückten sukzessive in den Chefsessel und gäben den Betrieben wertvolle Impulse.

„Wir müssen die Potenziale der Digitalisierung noch stärker nutzen und brauchen mehr ‚KI made in Baden-Württemberg‘. Dazu stärken wir die Innovationskraft und unterstützen Start-ups mit zukunftsorientierten Produkt- und Geschäftsideen. So kommt der notwendige frische Wind in die Wirtschaft – das schafft Arbeitsplätze von morgen“, sage Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Angesichts des demografischen Wandels dürfen wir die Unternehmensnachfolge nicht aus dem Blick verlieren“, betonte Hoffmeister-Kraut weiter: „Das Ziel muss sein, etablierte Unternehmen bei der Nachfolge zu unterstützen und sie so erfolgreich in die Zukunft zu führen“, so die Ministerin.

Und Dirk Buddensiek, Vorstand der Bürgschaftsbank und Geschäftsführer der MBG, unterstreiche: „Wir sind mit unserem Geschäftsverlauf zufrieden. Insgesamt kann man sagen, dass unser Angebot auch in Zeiten der Niedrigzinsphase und trotz herausfordernder Rahmenbedingungen Impulse setzt. Daran wollen wir auch in 2019 anknüpfen und passgenaue Lösungen für die Unternehmen anbieten.“

Quelle: Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg

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