12.02.2015

Mehr Schwung für den Mittelstand: Neuer Beteiligungsfonds in Schleswig-Holstein

News der MBG Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH

Neues Sprungbrett für kleine und mittlere Unternehmen in Schleswig-Holstein: Das Land, die Investitionsbank und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft haben einen mit 44 Millionen Euro ausgestatteten Beteiligungsfonds aufgelegt, der die Kreditfähigkeit der mittelständischen Betriebe in den kommenden Jahren verbessern und sie für Krisenzeiten wetterfester machen soll.

„Durch diese Mittel, die seitens der Unternehmen wie Eigenkapital eingesetzt werden können, haben insbesondere kleine Betriebe die Möglichkeit, ihre Wachstumspotenziale deutlich besser zu nutzen. Und wir kommen einen weiteren Schritt weg vom Gießkannen-Prinzip der Wirtschaftsförderung – hin zu einem bedarfsorientierten Beteiligungskapitalangebot“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bei der Förderpressekonferenz des Landes und der Förderinstitute.

Der neue Fonds komme erstmals ohne Haushaltsmittel des Landes aus und werde je zur Hälfte aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Kapitalmarkt-Geldern finanziert. Er löse den bisherigen EFRE-Risikokapitalfonds des Landes ab, mit dem seit 2007 über 220 Firmen aus Schleswig-Holstein unterstützt und dadurch über 200 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst worden seien. Auch beim neuen Fonds, aus dem ab März erste Gelder abrufbar sein werden, rechneten Meyer und die Institute damit, dass innerhalb der nächsten sieben Jahre ein Investitionsvolumen von über 200 Millionen Euro ausgelöst werde.

Der Fonds wurde bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von MBG, Bürgschaftsbank, Investitionsbank und Wirtschaftsministerium vorgestellt, auf der die Förderinstitute auch Bilanz für 2014 zogen: Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) stärke mit ihren Beteiligungsprodukten die Eigenkapitalbasis mittelständischer Unternehmen aus Schleswig-Holstein. MBG-Beteiligungen seien auch im Geschäftsjahr 2014 stark nachgefragt worden. Insgesamt hätten 128 Unternehmen Beteiligungskapital erhalten. Das sei ein Plus von gut 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr (108). Demgegenüber liege das zugesagte Beteiligungsvolumen mit 18,1 Millionen Euro exakt auf Vorjahresniveau. Das MBG-Neugeschäft sei somit im Durchschnitt kleinteiliger geworden. Das liege in erster Linie an dem neuen „Mikromezzaninfonds Deutschland“, der vor allem kleinen Unternehmen den Zugang zu Beteiligungskapital verschaffen will: Im Jahr 2014 habe die MBG 27 kleinen Unternehmen aus Schleswig-Holstein Beteiligungen zwischen 10.000 und 50.000 Euro (insgesamt knapp 1,3 Millionen Euro) zugesagt. „Wir freuen uns über diese positive Resonanz und sehen noch ein großes Potenzial, vielen kleinen Unternehmen mit schwacher Eigenkapitalbasis mit diesem Angebot die Umsetzung ihrer wirtschaftlich sinnvollen Vorhaben zu ermöglichen“ sagte Dr. Gerd-Rüdiger Steffen, Geschäftsführer der MBG.

Fehlende Sicherheiten seien nach einer KfW-Studie immer noch der häufigste Grund für eine Kreditablehnung. Damit erfolgversprechende Vorhaben mittelständischer Unternehmen dennoch nicht scheitern, stehe die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein Unternehmern und Freiberuflern zur Seite und übernehme Ausfallbürgschaften. Im vergangenen Jahr seien in Schleswig-Holstein 505 Unternehmen und Angehörige Freier Berufe begleitet worden. Das herausgelegte Bürgschaftsvolumen habe mit 70 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (66  Millionen Euro) gelegen. „Fast drei Viertel der Bürgschaften wurden für Investitionsvorhaben vergeben. Dies zeigt, dass die Unternehmen trotz der Krisen um uns herum an die Zukunft in unserem Land glauben“, kommentierte Bürgschaftsbank-Geschäftsführer Hans-Peter Petersen das gute Ergebnis des Förderinstitutes.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie Schleswig-Holstein

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.