15.11.2018

Gründerwoche 2018: Bürgschaftsbank NRW unterstützt Roger Meijers bei Übernahme

News der Bürgschaftsbank NRW GmbH

Der Techniker und Programmierer Roger Meijers übernahm GSG-Robotics in Marl. Bei der Finanzierung der Alternsnachfolge half die Bürgschaftsbank NRW.

Sie arbeiteten schnell und mit hoher Präzision; seien sind rund um die Uhr im Einsatz und brauchten keine Pause: Robotor seien aus dem industriellen Fertigungsalltag nicht mehr wegzudenken. Sie versetzten Lasten („pick-and-place”) mit einem Gewicht von wenigen Kilo bis zu einer Tonne, sie stapelten Kartons auf Paletten, bearbeiteten Metalle, schweißten und lackierten. Umso fataler sei es, wenn ein Roboter plötzlich stillstehe. Sein Ausfall habe Konsequenzen für den gesamten Produktionsablauf – nichts gehe mehr. Dies sei die Kehrseite einer vollautomatisierten Fertigung und ein Fall für die GSG-Robotics GmbH.

Seit mehr als zehn Jahren sei das Marler Unternehmen Full-Service-Dienstleister, unter anderen für zwei namhafte Roboterhersteller. Es warte, reparier und optimiere vorhandene Robotersysteme in Deutschland sowie im europäischen Ausland. Die Generalüberholung von Motoren sowie der Ersatz von Verschleißteilen wie Dichtungen und Gelenken rundeten das Leistungsspektrum ab. Zwar arbeiteten Roboter unermüdlich, doch irgendwann würden auch sie an ihre mechanischen Belastungsgrenzen stoßen. Und dann müsse ein Techniker von GSG-Robotics möglichst schnell vor Ort sein, würden Ersatzteile auch an Sonn- und Feiertagen per Expresskurier ausgeliefert.

Als Techniker und Programmierer habe Roger Meijers zwanzig Jahre Erfahrung mit Industrierobotern. Anfang August habe er die GSG-Robotics GmbH für einen sechsstelligen Betrag im Zuge einer Altersnachfolge übernommen. Dass dabei die Bürgschaftsbank für die Hälfte des Kaufpreises ins Obligo gegangen sei, „hat mir sehr geholfen”, sage der 44-jährige Niederländer, der derzeit noch in Sittard wohne, eine halbe Autostunde von Aachen entfernt.

Unlängst sei Meijers im belgischen Gent gewesen, wo er Mitarbeiter eines Automobilherstellers im Umgang mit Robotern geschult habe. Denn sein Unternehmen biete auch Qualifizierungskurse für Kundenmitarbeiter an sowie Einstiegsseminare für neu angestellte Mitarbeiter in der Robotertechnik. Als technischer Solitär wäre ein Roboter im Fertigungsalltag wertlos – er täte von sich aus nichts. Effizient arbeiten könne er erst dann, wenn er für seine Aufgabe am richtigen Platz installiert worden sei, wenn er um sich herum eine Peripherie aus Sicherheitsbarrieren und Sensoren habe und wenn seine Software präzise programmiert worden sei. „Man muss einem Roboter genau ,sagen’, was er tun soll”, sage Roger Meijers.

Je nach Traglast und Reichweite differierten die Preise für einen neuen Roboter stark. Kleinere Geräte seien schon für einige tausend Euro zu haben, während ein sechsachsiger Roboter mit rund 50.000 Euro zu Buche schlagen könne. Gebrauchte Exemplare seien deutlich kostengünstiger. Dass Roboter Arbeitsplätze vernichteten, möge Meijers nicht unwidersprochen lassen: „Sie bringen auch Arbeit ins Unternehmen, die für den Kunden dann kostengünstiger erledigt werden kann.” Der wichtigste Rat des Experten laute: Um teure Reparaturen und Stillstandzeiten zu vermeiden, sollte ein Roboter regelmäßig gewartet werden. Dann werde er nicht nur schnell und präzise seinen Dienst verrichten, sondern auch zuverlässig bis zum nächsten Wartungsintervall.

Quelle: Bürgschaftsbank NRW

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.