16.11.2018

Gründerwoche 2018: Bürgschaftsbank NRW fördert Nachfolge von Tim Hilger, Marc Wannenmacher und Domenik Haas

News der Bürgschaftsbank NRW GmbH

Im August übernahmen die Mitarbeiter Tim Hilger, Marc Wannenmacher und Domenik Haas bei einer Altersnachfolge Geschäftsanteile von Vierbaum Orthopädie GmbH & Co. KG. Bei der Finanzierung der Anteile unterstützte sie die Bürgschaftsbank NRW.

Seit 2016 würden sie bei der Vierbaum Orthopädie GmbH & Co. KG an einem Strang ziehen: Tim Hilger (34) als Bereichsleiter für den Sanitätsfachhandel, Marc Wannenmacher (27) als Bereichsleiter für Orthopädietechnik und Domenik Haas (36) als Bereichsleiter für Orthopädieschuhtechnik. Anfang August dieses Jahres habe jeder von ihnen im Zuge einer Altersnachfolge jeweils 13,3 Prozent der Gesellschaftsanteile des bereits 1889 gegründeten Unternehmens, dessen Zentrale seit 2001 ihren Sitz im oberbergischen Wiehl habe, übernommen. Nicht zuletzt dank der Unterstützung durch die Bürgschaftsbank, die für die jeweils sechsstelligen Kredite ins Obligo gegangen sei. „Ohne Bürgschaft wäre die Übernahme der Gesellschaftsanteile schwierig geworden”, sage Tim Hilger.

Unter den Gesundheitsberufen nähmen Orthopädie-Schuhmacher, -mechaniker und -techniker eine besondere Rolle ein. Durch ihre handwerkliche Arbeit ermöglichten sie ihren Kunden, wieder die ersehnte Bewegungsfreiheit zu erlangen, die aufgrund von Amputationen, Behinderungen, Erkrankungen oder Verletzungen eingeschränkt gewesen sei. Gleichzeitig würden sie moderne Geräte, Maschinen und Werkstoffe verwenden, um Prothesen, Orthesen oder Einlagen noch leistungsfähiger zu gestalten. Moderne Orthopädie sei eine Symbiose aus Handwerk und Hightech.

So könnten mit Hilfe der Pedografie bestimmte Druckverteilungen in den Fußsohlen, die auf Beschwerden im Bewegungsapparat hindeuteten, auf einem Computerbildschirm sichtbar gemacht werden. Mit einem Backmapper werde der Rücken eines Patienten berührungslos vermessen. Auf dem Bildschirm könnten anschließend anhand von Referenzwerten Asymmetrien des Rumpfes, Fehlhaltung oder Fehlstellungen sofort erkannt werden.

Das Messprotokoll mit Tabellen und Diagrammen nutze der behandelnde Arzt, um den Therapieverlauf festzulegen.

Mit dem CAD/CNC-Maßeinlagen-System könnten Füße exakt vermessen werden. Mit Hilfe der Messdaten würden die orthopädischen Einlagen am Computer konstruiert und mit einer CNC-gesteuerten Maschine auf den Zehntelmillimeter genau gefräst.

Orthopädische Maßschuhe schließlich könnten ihre Wirkung nur dann komplett entfalten, wenn der Leisten eine genaue Kopie des Fußes ist. Bei Vierbaum Orthopädie werde dafür ein rechnergesteuertes System eingesetzt: Der Fuß werde dreidimensional vermessen, der Leisten am Computer gestaltet und dann als akkurate Kopie der Fußform gefräst. Auf den Leisten werde dann - komplett in Handarbeit - der orthopädische Maßschuh montiert. Er könne bis zu 2.000 Euro kosten.

Rund 60 Mitarbeiter beschäftige Vierbaum Orthopädie in der im vergangenen Jahr vergrößerten Zentrale in Wiehl-Bomig sowie in den Filialen in Siegen, Köln, Troisdorf, Bonn und Hennef. Für dieses Jahr rechneten die Geschäftsführer Hilger, Haas und Wannenmacher mit einem Umsatz von rund 4,5 Millionen Euro. Für die Zukunft hätten die Orthopädie-Spezialisten einen klaren Plan: „Wir wollen weiter wachsen und neue Produkte entwickeln.”

Quelle: Bürgschaftsbank NRW

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.