16.07.2015

Bürgschaften und Beteiligungen sind unverzichtbare Bausteine für Unternehmensfinanzierung

News der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Bürgschaftsbank und MBG Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2014 Unternehmensinvestitionen des klassischen Mittelstandes im Umfang von 86,1 Mio. Euro ermöglicht. Dafür wurden Kredite und Beteiligungen in Höhe von rund 44 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Das seien gute Botschaften und ein respektables Ergebnis in einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit historisch niedrigem Zinsniveau, geringer Investitionsneigung und vorjährig bundesweit hinteren Plätzen Sachsen-Anhalts beim Wirtschaftswachstum sowie bei Existenzgründungen. „Wir haben uns erwartungsgemäß auf einem deutlich niedrigeren Niveau bewegt, da wir uns nicht diesem wirtschaftlichen Umfeld entziehen konnten“, sagte Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab.

Bei der Bürgschaftsbank sei infolge rückläufiger Antragszahlen und geringerer Volumina – Durchschnittsbetrag rund 213.000 Euro – auch das Bestandsvolumen um acht Prozent gesunken. Ende 2014 habe es 327,4 Mio. Euro betragen. Fast jedes dritte Engagement im Portfolio sei eine Existenzgründung, 2014 seien weitere 51 Unternehmensstarter begleitet worden. „Zudem bieten wir zielgerichtet besondere Bürgschaftsprogramme an wie z. B. den Handwerkersofortkredit, die Bürgschaft ohne Bank (BoB) und die Bürgschaft für ,bessere Bonitäten‘“, sagte Schwab. Erfreulich sei auch die weiter rückläufige Zahl an Ausfällen, 2014 wurden 71 (VJ 86) gemeldet.

Bei der MBG habe es gegenläufig zum starken Rückgang im klassischen Beteiligungsgeschäft eine erfreulich hohe Nachfrage nach dem Mikromezzaninfonds-Deutschland für kleinteilige Engagements gegeben, so dass insgesamt 58 Beteiligungen mit zusammen 4,7 Mio. Euro mit Existenzgründern und „kleinen“ Mittelständlern eingegangen worden seien. Der Beteiligungsbestand (ohne Mikromezzanin) habe sich auf 106 Beteiligungen mit insgesamt 34,6 Mio. Euro reduziert.

Für das laufende Geschäftsjahr 2015 erwarte die Geschäftsführung wiederum ein positives Jahresergebnis. Trotz der Unwägbarkeiten an den globalen Finanzmärkten werde ein leicht steigendes Neugeschäft der Förderinstitute erwartet. Der Antragseingang bei der Bürgschaftsbank habe in den ersten fünf Monaten 2015 angezogen und liege mit 122 Stück knapp ein Viertel über dem Vorjahr.

Die MBG sei ähnlich verhalten wie 2014 in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Bis Ende Mai habe es fünf Anträge und eine Genehmigung für eine klassische Beteiligung gegeben. „Trotz der generell in unserem Bundesland erforderlichen Stärkung und Ergänzung des Eigenkapitals von mittelständischen Unternehmen wird das andauernde Niedrigzinsumfeld nachteilige Auswirkungen auf unser Beteiligungsgeschäft haben“, dämpfte Geschäftsführer Paelecke zu hohe Erwartungen. Dynamischer verlaufe aber das Geschäft mit Mikromezzaninbeteiligungen. Ein Teil dieser Unternehmen werde wahrscheinlich mittelfristig die Standard-Beteiligungsprodukte der MBG nutzen.

Quelle: Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt

Die vollständige Meldung in der Juli-Ausgabe des Infobrief finden Sie hier.