Info Kompakt

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Förderauftrag

Bürgschaftsbanken übernehmen Ausfallbürgschaften (Bankbürgschaften) gegenüber Hausbanken für
kurz-, mittel- und langfristige Kredite aller Art und für alle wirtschaftlich vertretbaren Vorhaben, z. B. für

- Existenzgründungen und Betriebsübernahmen
- Investitions-und Wachstumsfinanzierungen
- Betriebsmittel (auch Kontokorrentkreditrahmen)
- Avale und Garantien (auch Kreditrahmen, z. B. für Durchführungs- und Gewährleistungsbürgschaften)

Es werden auch Ausfallbürgschaften für Leasing und Mietkauffinanzierungen übernommen. Ausfallbürgschaften können für ein einzelnes Unternehmen auf der Grundlage europäischer Beihilferegelungen bis zu einer Gesamthöhe von 1,25 Mio. Euro übernommen werden. In einigen Bundesländern bestehen niedrigere Grenzen. Die Übernahme von Bürgschaften für Sanierungskredite ist ausgeschlossen.

Der Förderauftrag, den die Bürgschaftsbanken vom Bund und den Bundesländern aufgetragen bekommen haben, beinhaltet die Übernahme besonderer Risiken. Im Gegenzug beteiligen sich der Bund und die Länder an den Risiken mit Rückbürgschaften. Es wäre für die Volkswirtschaft ein Verlust, wenn gesunde Unternehmen nicht expandieren könnten oder – im Ernstfall – schließen müssten. Weil die Bürgschaftsbanken ein spezielles Risiko eingehen, ist unter den Unternehmen, die mit Bürgschaften unterstützt werden, zwangsläufig auch eine gewisse Anzahl, die nach kurzer oder auch längerer Zeit die Segel streichen (müssen). Nicht vermeidbare Ausfälle sind von den Bürgschaftsbanken, dem Bund und den Ländern anteilig zu tragen. Aber die weit überwiegende Zahl der Unternehmen, die einen von der Bürgschaftsbank verbürgten Kredit erhalten haben, bleiben bestehen.

Mit dem verbürgten Kredit wird in vielen Fällen die Grundlage dafür geschaffen, das Unternehmen auf gesunde Füße zu stellen und erfolgreich auf seinem Markt zu wirken. In den Unternehmen werden vielfältige Produkte hergestellt, innovative Entwicklungen durchgeführt, in Gebäude und Maschinen und nicht zuletzt in Menschen und Arbeitsplätze investiert.

Genauso wie die Bürgschaftsbanken haben auch die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBGen) den Auftrag, kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, z. B. bei der Finanzierung von:

- Existenzgründungen
- Wachstumsfinanzierungen, etwa im Hinblick auf Erweiterungs-, Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen
- Innovationen
- Unternehmensnachfolgen, zum Beispiel bei Management-Buy-Outs bzw. Management- Buy-Ins oder auch bei der Abfindung von Gesellschaftern

Die meisten MBGen engagieren sich bereits mit Beteiligungsbeträgen ab 50.000 Euro. Außerdem bieten sie seit September 2013 für Kleinst- und Kleinbetriebe auch Kleinstbeteiligungen ab 10.000 Euro aus dem Mikromezzaninfonds Deutschland an. Die Größenordnung machen Beteiligungen gerade für kleine Betriebe aus Handwerk, Einzelhandel, Gastronomie und industrienahen Dienstleistungen interessant. Der durchschnittliche Beteiligungsbetrag liegt unter 300.000 Euro.