Glossar

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Im Glossar finden Sie Begriffserklärungen zum Thema Bürgschaften, Garantien und Beteiligungsfinanzierungen.

Teilweise wurden die Erläuterungen von der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH sowie vom BVK Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. übernommen 

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A

ABB

Allgemeine Bürgschaftsbestimmungen sind die Vertragsbedingungen zwischen Kreditnehmer, Hausbank oder Sparkasse und Bürgschaftsbank. 2016 haben die Bürgschaftsbanken ihre Bestimmungen vereinheitlicht und modernisiert. Die neuen ABB gelten bundesweit ab 1. Juli 2017 und sind ab 1. Juni auf den Internetseiten der Bürgschaftsbanken einzusehen.

Agio

Aufgeld, das über den Nennwert der Gesellschaftsanteile bei einer Beteiligung gezahlt wird; Agio plus Nennwert ergibt den Ausgabepreis.

Annuitätendarlehen

Annuitätendarlehen - eine Darlehensform. Der Kreditnehmer zahlt dabei während der vereinbarten Zinsfestschreibungsdauer einen gleich bleibenden Betrag, der sich aus dem Zins- und Tilgungssatz und dem Darlehensbetrag errechnet. Mit fortschreitender Tilgung verringert sich der in der Leistung enthaltene Zinsanteil, während der Tilgungsanteil entsprechend steigt. Die Annuität wird je nach vertraglicher Vereinbarung jährlich, vierteljährlich oder monatlich gezahlt.

Anti-Dilution Protection

Verwässerungsschutz - um sicher zu gehen, dass die Venture Capital Gesellschaft ihren Einfluss nicht verliert, kann bei einer Folgefinanzierung durch eine Kapitalerhöhung ein Verwässerungsschutz vereinbart werden, der dem Fonds eine proportionale Erhöhung im Verhältnis zum gegenwärtigen Anteil garantiert.

Anzahlungsbürgschaft

Eine Anzahlung bedeutet eine Vorleistung des Auftraggebers für die Erstellung eines vereinbarten Vertragsgegenstandes. Da eine Gegenleistung des Auftragnehmers zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich ist, möchte der Auftraggeber sicherstellen, dass seine Vorauszahlung nicht vergebens ist. Er lässt sich deshalb seine Anzahlung durch eine Anzahlungsbürgschaft besichern.

Asset Deal

Erwerb der einzelnen Wirtschaftsgüter (Aktiva und Verbindlichkeiten) eines Unternehmens (anstelle der Anteile).

Ausfallbürgschaft

Bei einer Ausfallbürgschaft muss ein Bürge erst Zahlung leisten, wenn der Gläubiger die Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Hauptschuldners ohne Erfolg betrieben hat. Die Bürgschaftsbanken übernehmen regelmäßig solche Ausfallbürgschaften gegenüber Banken, jedoch müssen sie erst Zahlung leisten, wenn alle für das verbürgte Engagement bestellten Sicherheiten verwertet worden sind. Man spricht dann von einer modifizierten Ausfallbürgschaft.

Ausfallwahrscheinlichkeit

(Englisch: Probability of Default – PD). Wahrscheinlichkeit, dass eine Forderung nicht zurückgezahlt werden kann. In der Regel wird die Ausfallwahrscheinlichkeit auf den Zeitraum des nächsten Jahres bezogen („Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit“; „Ein-Jahres-PD“).

Aval(kredit)rahmen

Der Avalkredit ist kein Kredit im eigentlichen Sinne, denn das Kreditinstitut stellt kein Geld zur Verfügung. Bei einem Avalkredit übernimmt die Hausbank die Haftung für eine Verbindlichkeit gegenüber Dritten. Für das Kreditinstitut stellt die Bereitstellung eines Avalkredites eine Eventualverbindlichkeit dar. Diese Eventualverbindlichkeit wird nur zu einer echten Schuld des Kreditinstituts, wenn der Kreditnehmer seine zugesagte Lesitung nicht erfüllt.  Sofern ein Unternehmen im täglichen Geschäftsbetrieb vermehrt Bankbürgschaften/-avale benötigt, stellt die Hausbank diesem Unternehmen einen Avalkreditrahmen zur Verfügung. Bis zu einer vereinbarten Größenordnung können dann einzelne Bürgschaften auf Anforderung ausgestellt werden, ohne dass das Institut in die erneute Kreditprüfung eintreten muss.