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11.09.2017

Weiterer Ausbau des Fördergeschäfts bei geringer Investitionsneigung im Land Sachsen-Anhalt

News der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Trotz weniger Investitionen und eines schwachen Gründungsgeschehens in Sachsen-Anhalt haben Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt ihr Neugeschäft im Jahr 2016 steigern können.

Auf den Gesellschafterversammlungen beider Förderinstitute legten die Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab und Heiko Paelecke vor den Vertretern der Gremien Rechenschaft über das abgeschlossene Geschäftsjahr ab. Nach wie vor hätten kleine Unternehmen und Existenzgründer einen erschwerten Kreditzugang. „Diese Unternehmer sind unsere potentiellen Kunden“, sagte Wolf-Dieter Schwab: „Wir geben ihnen Finanzierungssicherheiten für Gründung, Wachstum und Nachfolge und entlasten damit gleichzeitig unsere Finanzierungspartner bei Sparkassen und Banken, damit sie die verschärften Eigenkapitalanforderungen erfüllen können.“ Mit der Förderung durch Bürgschaftsbank und MBG habe die mittelständische Wirtschaft in Sachsen-Anhalt 2016 rund 75,7 Millionen Euro investieren können (2015: rd. 73). Damit seien 2.700 Arbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert worden.

Die Bürgschaftstbank habe 155 neue Bürgschaften und Beteiligungsgarantien für Kredite und Beteiligungen in Höhe von zusammen 48,5 Millionen Euro vergeben (plus 4,7 Prozent), darunter 56 Gründer und 26 Unternehmensnachfolgen. Schwab verweise auch auf die Erhöhung der Kreditobergrenze für das Programm BB EXPRESS auf 250.000 Euro, das die Hausbanken jetzt auch für Nachfolgen nutzen könnten und wodurch eine erhebliche Prozesserleichterung für die Banken und Sparkassen im kleinteiligen Kreditgeschäft ermöglicht werde.

Die MBG habe in ihrem klassischen Geschäft 13 stille Beteiligungen neu übernommen (2015: 11), das dafür bereitgestellte Beteiligungskapital von fast 4 Millionen Euro sei rund 21 Prozent höher als im Vorjahr gewesen. Hinzu kämen 33 Beteiligungen mit insgesamt 1,5 Millionen Euro Kapitalvolumen aus dem Mikromezzaninfonds II der Bundesregierung, davon 22 im Dienstleistungssektor. Im Gesamtumfang der ausgereichten Mikromezzinebeteiligungen liege Sachsen-Anhalt bundesweit an vierter Stelle.

Die volkswirtschaftlichen Prognosen sprächen von einer weiter zurückhaltenden Investitionstätigkeit und Kreditnachfrage im laufenden Jahr. Dennoch habe die MBG im ersten Halbjahr mit zehn Anträgen (2016: 6) sowie acht neuen Engagements im klassischen Beteiligungsgeschäft (2016: 5) ein deutliches Plus verzeichnet. Die Beteiligungsvolumina seien allerdings niedriger, so dass das bis Ende Juni insgesamt zugesagte Beteiligungsvolumen mit 1,7 Millionen Euro nur leicht über dem vorjährigen Wert liege. Außerdem habe die MBG in der ersten Jahreshälfte zehn weitere Mikromezzaninbeteiligungen mit zusammen 309.000 Euro Kapital genehmigt. Während sich damit die Anzahl der Zusagen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 verdoppelt habe, habe die Beteiligungssumme nur knapp ein Drittel höher gelegen. Die Nachfrage nach Bürgschaften liege nahezu auf Vorjahresniveau. Bis Ende Juni seien 79 neue Bürgschaften und Garantien übernommen worden (2016: 83). Das damit ermöglichte Kreditvolumen habe bis Ende Juni knapp 30 Millionen Euro betragen. Die Geschäftsführung sei zuversichtlich, dass trotz der schwierigen Rahmenbedingungen die gesteckten Geschäftsziele bis zum Jahresende erreicht würden. Geschäftsführer Heiko Paelecke begründe das mit der Prozesserleichterung für die Hausbanken durch elektronische Antragstellung und die Express-Bürgschaft sowie mit dem Angebot neuer Produkte wie Agrar-Bürgschaft und Contracting-Bürgschaft.

Quelle: Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt

Die vollständige Meldung finden in der August-Ausgabe des Infobriefs finden Sie hier.