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28.02.2017

Talfahrt der Gründerzahl hält an - Boden vermutlich erreicht

News der KfW Bankengruppe

Eine Vorabauswertung des aktuellen KfW-Gründungsmonitors zeigt: Die Anzahl an Existenzgründern ist 2016 auf 672.000 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 91.000 Personen oder 13 % weniger Gründer.

Der deutsche Arbeitsmarkt habe sich im Jahr 2016 in bester Verfassung präsentiert. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Arbeitslosenquote nochmals deutlich um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent gefallen. Seit der Wiedervereinigung seien noch nie so viele Menschen in Beschäftigung gewesen wie im vergangenen Jahr. Kehrseite dieses Bestwerts sei allerdings ein neuer Tiefpunkt bei der Gründungstätigkeit in Deutschland.
 
Der Arbeitsmarkt habe 2016 insbesondere für Frauen eine erfreuliche Entwicklung genommen. Die Arbeitslosenquote von Frauen sei auf 5,8 Prozent gefallen (-0,4 PP; Männer: 6,4%, -0,2 PP). Die Gründungstätigkeit durch Frauen sei entsprechend besonders stark zurückgegangen. Während es 2015 noch 327.000 Existenzgründungen durch Frauen gegeben habe, sei die Anzahl 2016 auf 270.000 gesunken (-17 %). Bei Männern sei der Rückgang mit 8 Prozent auf 402.000 Existenzgründungen nur halb so stark. „Im Jahr 2016 sank die Zahl der Arbeitslosen auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren. Die Jobchancen sind also gut wie lange nicht. Dies setzt der Gründungstätigkeit besonders zu“, sagte Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. „Denn wir sehen nicht nur die bisher geringste Zahl an Notgründern mit 166.000, was positiv zu werten ist. Auch bei den Chancengründern gab es einen Rückgang.“
 
„Für das Jahr 2017 erwarten wir wieder eine Zunahme der Gründungstätigkeit. Darauf deutet die 2016 gestiegene Zahl der Gründungsplaner hin“, sagte Zeuner zum weiteren Ausblick.

Quelle: KfW Bankengruppe

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