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23.01.2017

Sparkassen-Finanzgruppe sieht Wachstum für 2017 bei 1,3%

News vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV)

Die Sparkassen-Finanzgruppe geht im Jahr 2017 von einem deutschen Wirtschaftswachstum in Höhe von 1,3 Prozent aus.

„2017 hat das Zeug, das vierte Jahr in Folge mit einem überdurchschnittlichen Wachstum zu werden. Der Arbeitsmarkt ist in hervorragender Verfassung, die Binnenwirtschaft trägt. Die Unternehmen in Deutschland starten mit Rückenwind in das neue Jahr. Kalenderbereinigt, also unter Berücksichtigung der geringeren Zahl von Arbeitstagen im Jahr 2017, liegt die Prognose sogar um rund 0,3 Prozentpunkte höher“, so der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, zur gemeinsamen Konjunkturprognose 2017 der Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe.

Die vielen Unwägbarkeiten rund um die US-Wahl oder die Ankündigung Großbritanniens, die EU verlassen zu wollen, hätten bislang keine negativen Wirkungen für die Wirtschaftsentwicklung entfaltet. Sie blieben allerdings als deutlich zu benennende Risikofaktoren bestehen. „Dennoch mehren sich auf globaler Ebene die Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung“, so Fahrenschon. So gehe der IWF von einem weltweiten Handelswachstum von 3,8 Prozent und einem Produktionswachstum von 3,4 Prozent aus. Auch die Lage in einigen Schwellenländern stelle sich inzwischen wieder stabiler da.

Trotz zahlreicher Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung sei die Sparkassen-Finanzgruppe insgesamt optimistisch für 2017. „Wir gehen in unseren Prognosen davon aus, dass sich auch bei einem weiter zunehmenden Populismus und den damit verbundenen Gefahren für die unterschiedlichen Wahlen in diesem Jahr im Euro-Raum der gesunde Menschenverstand durchsetzen wird. Europa und die Währungsunion werden Bestand haben. Eine kluge und auf die Besorgnisse der Bürger eingehende Entwicklung des europäischen Projektes vorausgesetzt, wird die europäische Idee perspektivisch auch wieder an Strahlkraft gewinnen“, so Fahrenschon.

„Die Finanzmärkte mögen keine Unsicherheit über den Fortbestand der wichtigen europäischen Institutionen. Investitionen könnten zurückgestellt und Risikoprämien deutlich erhöht werden“, betonte Dr. Jürgen Michels, Chefvolkswirt der BayernLB. Michels präsentierte für die an der gemeinsamen Konjunkturprognose mitwirkenden Chefvolkswirte die Ergebnisse. Zu den politischen Perspektiven Europas sagte Michels: „Ein weiteres ‚Durchwurschteln‘ ohne klare Entscheidungen der europäischen Instanzen birgt zwar mittelfristig große Gefahren, würde aber 2017 das Erreichen des heute prognostizierten guten Wachstumsszenarios für Deutschland ermöglichen.“

Quelle: DSGV

Die vollständige Meldung und die Konjunkturprognose finden Sie hier.