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19.12.2016

Mittelstand ist bester Stimmung

News des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und der DZ Bank

Die gemeinsame Studie "Mittelstand im Mittelpunkt"von BVR und DZ Bank zeigt: Die gute Stimmung im deutschen Mittelstand vom Frühjahr hat ein halbes Jahr später nach wie vor Bestand.

Im Zuge der unverändert guten Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft habe sich die Geschäfts-
lage der kleinen und mittleren Unternehmen sogar nochmals verbessert. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate hätten sich zwar leicht eingetrübt, blieben aber immer noch auf einem hohen Niveau. Die im Mittelstand verbreitete Zuversicht äußere sich zudem in der weiterhin hohen Investitionsbereitschaft, die nahezu das Allzeithoch vom Frühjahr erreiche. Unterdessen habe das zuletzt rückläufige Auslands-
engagement des Mittelstands wieder etwas zugelegt. Weniger bedrohlich als vor sechs Monaten sähen die mittelständischen Unternehmen den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU; die große Mehrheit werde sich den Auswirkungen dieses Schritts jedoch nicht entziehen können. Dem sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel begegne der Mittelstand inzwischen mit einer breiten Palette an Maßnahmen. Sorgen bereiteten zudem die anhaltenden Niedrigzinsen, die angesichts weiter gestiegener Eigenkapitalquoten und zunehmender Finanzierung aus dem Cashflow zu sinkenden Zinseinnahmen aus Geldanlagen führten.

„Die mittelständischen Unternehmen legen nach wie vor eine außerordentlich hohe Investitionsbereitschaft an den Tag. Das ist ein klares Zeichen von Zuversicht und Stärke. Der Mittelstand ist und bleibt das Schwungrad der deutschen Wirtschaft“, erläuterte Stefan Zeidler, Firmenkundenvorstand der DZ BANK für die Regionen Baden-Württemberg, Bayern und Mitte.

Bei grundsätzlich hoher Investitionsneigung zeigten sich die Mittelständler hinsichtlich ihres geplanten Investitionsvolumens etwas verhaltener. Während im Frühjahr noch rund 30 Prozent der Befragten das Investitionsvolumen erhöhen wollten, seien es nun nur noch rund ein Viertel. Immerhin liege auch dieser Wert über dem langfristigen Durchschnitt.

Die anhaltend niedrigen Zinsen seien auch für den Mittelstand ein zweischneidiges Schwert. Zwar kämen die Unternehmen günstiger an Kredite, gleichzeitig würden aber die Zinseinnahmen aus eigenen Anlagen sinken. Dieses Problem habe sich im Herbst noch einmal verschärft: Fast die Hälfte der befragten Unternehmen leide inzwischen unter fallenden Zinseinnahmen.

Die bereits seit vielen Jahren verfolgte Eigenkapitalstärkung habe der deutsche Mittelstand auch 2015 erfolgreich fortgesetzt. So sei die durchschnittliche Eigenkapitalquote der kleinen und mittleren Unternehmen um weitere 2,0 Prozentpunkte auf nunmehr 27,7 Prozent gestiegen. Zugleich zeige der vom BVR gemessene Bilanzqualitätsindex, dass die Mittelständler auch das hohe Qualitätsniveau ihrer Bilanzen annähernd halten hätten halten können.

„Der Mittelstand wird die Herausforderungen aus Fachkräftemangel, Brexit und Niedrigzinsniveau ohne größere Blessuren überstehen. Schließlich hat er sich in der Vergangenheit selbst bei großen Krisen als anpassungsfähig und robust erwiesen, und er hat seine Krisenfestigkeit insbesondere durch seine kontinuierliche Stärkung der Eigenkapitalquoten in den vergangenen Jahren erheblich steigern können“, erläuterte BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Martin.

Quelle: BVR

Die vollständige Pressemitteilung und die Mittelstandsstudie finden Sie hier.