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02.10.2017

Mittelstand: Basel IV geht in die falsche Richtung

News der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand

Mit Sorge verfolgt der Mittelstand die Verhandlungen im Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht.

Dort werde derzeit zwischen Notenbanken und Aufsehern auf internationaler Ebene um neue Eigenkapitalvorgaben für Bankkredite gerungen. Die Verhandlungen liessen höhere Eigenmittelanforderungen bei Instituten mit vergleichsweise risikoarmen Geschäftsmodellen erwarten. Dies widerspreche dem bewährten Grundsatz, dass die Risikoabsicherung durch Eigenkapital in proportionalem Verhältnis zum laufenden Ausfallrisiko stehe.

Strenge Regeln für risikoreiche Kredite seien zwar richtig. Aber es sei überzogen, risikoarmes Geschäft mit denselben strengen Regularien zu überziehen. Folge dieser Abkehr vom Proportionalitätsgrundsatz wäre eine Verteuerung der Kredite oder auch eine Einschränkung der Kreditvergabe. Besonders betroffen hiervon wären mittelständische Unternehmen, für die der Hausbankkredit das tragende Fundament der Unternehmensfinanzierung ist.

Der Mittelstand sei auf angemessene internationale Regeln für Bankkredite angewiesen. Die unter dem Stichwort Basel IV derzeit diskutierten Regulierungsvorhaben gingen in die falsche Richtung. Leitbild für die Fortentwicklung der Eigenkapitalvorgaben für Bankkredite müsse weiterhin der Proportionalitätsgrundsatz bleiben.

Quelle: AG Mittelstand

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