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03.05.2018

Mittelständische Beteiligungsgesellschaften: 182 Mio. Euro für mehr als 800 kleine und mittlere Unternehmen

News vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK)

Im Jahr 2017 investierten die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBGen) 151 Mio. €. in mittelständische Unternehmen.

„Über diese aus der eigenen Bilanz getätigten Investments hinaus sagten die MBGen weitere 31 Mio. € über Programme zu, die sie als Geschäftsbesorger verwalten“, hebe Peter Pauli, Geschäftsführer der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft und Vorstandsmitglied im BVK hervor. Damit hätten die im Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) organisierten 15 Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften ihre Rolle als wichtiger Eigenkapitalpartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) untermauert.

Die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften gehörten zu den aktivsten Beteiligungsgesellschaften in Deutschland. Mit den selbst bereit gestellten 151 Mio. € seien 487 Beteiligungen übernommen worden (2016: 185 Mio. €, 578 Beteiligungen). Sie unterstützten Unternehmen zudem mit verschiedenen regionalen Beteiligungsfonds und dem Mikromezzanin-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums, aus dem Existenzgründer und kleine Unternehmen bis zu 50.000 € erhielten. Allein aus diesem seien im letzten Jahr weitere rund 320 Kleinstunternehmen mit 11 Mio. € finanziert worden. Somit könnten insgesamt mehr als 800 Beteiligungen direkt oder über die diversen Programme umgesetzt werden.

Mittelständische Beteiligungsgesellschaften investierten seit mehr als 40 Jahren in kleine und mittlere Unternehmen in der Regel mit stillen Beteiligungen (eigenkapitalnahes Mezzanine-Kapital) oder Minderheitsbeteiligungen. Im Mittelpunkt stünden dabei vor allem Wachstumsprojekte und Unternehmensnachfolgen, aber auch Start-Ups und Gründungen. Seit ihrem Bestehen hätten die Gesellschaften zusammen rund 15.000 Unternehmen mit mehr als 4,3 Mrd. € finanziert. Aktuell seien die MBGen an mehr als 2.900 Unternehmen mit knapp 1 Mrd. € beteiligt. Als Selbsthilfeeinrichtungen der regionalen Wirtschaft investierten sie im eigenen Bundesland und seien als eng mit ihrer Region verbundene Kapitalgeber wettbewerbsneutral aufgestellt. „Die von den MBG-Investments finanzierten Mittelständler beschäftigen 150.000 Mitarbeiter und weisen einen Umsatz von über 28 Mrd. € aus“, unterstreiche Pauli die Bedeutung der MBGen für den Mittelstand.

Im Mittelstand bestehe weiterhin ein hoher Finanzierungsbedarf, der nicht allein durch Kreditfinanzierungen oder Eigenmittel gedeckt werden könne. Die Umsetzung von Wachstumsplänen und Investitionsvorhaben, wie z.B. Digitalisierungsprojekte, werde maßgeblich auch von der Verfügbarkeit von (wirtschaftlichem) Eigenkapital abhängen. „Trotz günstiger Kreditfinanzierungen ist eine ausreichende Eigenkapitalausstattung notwendig, denn sie erweitert Finanzierungsspielräume und wappnet die Unternehmen gegen Änderungen im Finanzierungsumfeld“, gebe Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK zu bedenken. Dabei böten die MBGen und die in den meisten Bundesländern mit ihnen verbundenen Bürgschaftsbanken den Unternehmen ein umfangreiches Finanzierungsangebot. „Das Kapitalangebot der MBGen richtet sich an ein breites Spektrum von kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber auch an Start-ups“, ergänze Pauli.

Quelle: BVK

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.