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27.09.2017

Konjunkturprognose 2018 der privaten Banken - Rückenwind für neue Bundesregierung

News des Bundesverbands deutscher Banken (BdB)

In der gemeinsamen Konjunkturprognose prognostizieren die Chefvolkswirte der privaten Banken für 2018 glänzende Wirtschaftsaussichten. Sie rechnen mit einer stabilen Wachstumsrate von rund zwei Prozent.

„Das Konjunkturbild für Deutschland zeigt sich in sehr hellen Farben“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, Michael Kemmer. „Der Aufschwung geht 2018 in sein fünftes Jahr. Die wirtschaftliche Grunddynamik bleibt mit einer Wachstumsrate von rund 2 Prozent erfreulich stabil. Die Zahl der Arbeitslosen wird im Durchschnitt des nächsten Jahres erstmal im wiedervereinigten Deutschland unter die Schwelle von 2,5 Millionen sinken“, so Kemmer. Starken Rückhalt bekomme die deutsche Konjunktur vom Euro-Raum und der Weltwirtschaft. Im Euro-Raum gewinne der Aufschwung an Breite und das Wachstum der Weltwirtschaft bewege sich allmählich wieder in Richtung Normalmaß.

Nach Auffassung des Bankenverbandes sollte die Geldpolitik weltweit auf dieses verbesserte konjunkturelle Umfeld reagieren und – ähnlich wie die US-Notenbank – die noch immer sehr üppige Liquiditätsversorgung behutsam drosseln. Da die Inflationsentwicklung im Euro-Raum hinreichend stabil sei, könne auch die EZB allmählich aus ihrem geldpolitischen Krisenmodus aussteigen. Ein Ende der Negativzinspolitik sei wünschenswert. Als Zwischenschritt schlägt der Bankenverband einen Freibetrag für die Überschussliquidität der Geschäftsbanken vor, den die EZB einführen solle.

Mit Blick auf das Ergebnis der Bundestagswahl sei nun die erste Herausforderung, möglichst schnell eine stabile Regierung zu bilden. Eine Jamaika-Koalition biete dabei die Chance, zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Bildung und Integration in den Mittelpunkt der Regierungsarbeit zu rücken, so Kemmer.

Profitieren könne die künftige Bundesregierung von einem kräftigen konjunkturellen Rückenwind. Diesen sollte sie vorrangig für längerfristig wirksame wirtschaftspolitische Vorhaben nutzen, denn trotz der guten Zahlen sei der längerfristige Wachstumstrend der deutschen Volkwirtschaft nach wie vor zu niedrig. Mit kurzfristigen Maßnahmen lasse sich der Wachstumstrend aber nicht steigern. Deswegen sollten eine umfassende Bildungsoffensive sowie die Stärkung der öffentlichen und privaten Investitionen zu den wirtschaftspolitischen Leuchtturmprojekten der neuen Bundesregierung gehören. Eine ebenfalls hohe Priorität sollte die Verringerung des Abgabenkeils zwischen Brutto- und Nettoeinkommen erhalten.

Quelle: BdB

Die vollständige Meldung und die Konjunkturprognose finden Sie hier.