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03.05.2017

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer - Stimmung im Mittelstand erreicht im April Allzeithoch

News der KfW Bankengruppe

Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer gibt mehr und mehr Anlass zu Konjunkturoptimismus: Im April klettert das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland auf den Rekordwert von 24,9 Saldenpunkten - so hoch notierte der seit 1991 bestehende Indikator noch nie.

Sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Lageurteile seien dabei kräftig im Plus.
 
Auch bei den Großunternehmen habe sich das Geschäftsklima im April verbessert. Die Aufhellung sei hier allerdings ausschließlich auf die viel besseren Urteile zur aktuellen Geschäftslage zurückzuführen, die noch stärker als im Mittelstand zulegten. Der Erwartungsindikator hingegen korrigiere seinen außergewöhnlich starken Anstieg aus dem März um etwa die Hälfte auf ein immer noch ordentliches Niveau.
 
Unter den binnenwirtschaftlich ausgerichteten Wirtschaftsbereichen steche im April insbesondere der Einzelhandel hervor. Der nach vier relativ schwachen Monaten zu beobachtende sehr kräftige Zuwachs des Geschäftsklimas der großen Einzelhändler stelle dabei den – für sich genommen bereits beachtlichen – Anstieg im mittelständischen Einzelhandel sogar noch mit einigem Abstand in den Schatten. Zwar dürften hier Sonderfaktoren am Werk sein: Im Vergleich zum Vorjahr habe sich das Osterfest von März auf April verschoben, was von dem Saisonbereinigungsverfahren nur zum Teil korrigiert werde. Eine technische Konsolidierung des Einzelhandelsklimas schon im kommenden Monat sei daher wahrscheinlich. Die Voraussetzungen für den privaten Konsum würden aber auf absehbare Zeit gut bleiben, wie nicht zuletzt kräftige Anstiege der Beschäftigungserwartungen in Mittelstand und Großunternehmen signalisierten.
 
„Das mittelständische Geschäftsklima erreicht im April ein Allzeithoch. Politische Risiken treten offenbar zunehmend in den Hintergrund, während die besonders für den Mittelstand wichtige Binnenkonjunktur weiter rund läuft“, kommentierte Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Das sehr hohe Niveau des Indikators für die Geschäftslage sowohl bei den Mittelständlern als auch bei den Großunternehmen lasse auf ein dynamisches und breit gestütztes Wirtschaftswachstum auch im zweiten Quartal hoffen, nachdem die deutsche Wirtschaft schon im ersten Quartal kräftig gewachsen sein dürfte. Auch für die Zeit danach hellten sich die Aussichten auf. Eine Aufwärtsrevision der bisherigen KfW-Konjunkturprognosen für Deutschland von 1,4 % sowohl für 2017 als auch 2018 sei wahrscheinlich, auch wenn die Unwägbarkeiten im Verhältnis zu den USA sowie Großbritannien im Hintergrund noch geraume Zeit weiter schwelen dürften. „Für eine vollständige Entwarnung ist es zu früh, für Optimismus dagegen nicht. Mit schwindenden Risiken dürfte sich der Investitionsstau in den Unternehmen zu lösen beginnen und für einen zusätzlichen Konjunkturimpuls sorgen“, so Zeuner.

Quelle: KfW Bankengruppe

Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer April 2017 finden Sie hier.