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10.10.2016

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer - Mittelstand geht mit großer Zuversicht in den Herbst

News der KfW Bankengruppe

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt: Die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland lassen den Stimmungseinbruch aus dem August rasch und überzeugend hinter sich: Ihr Geschäftsklima verbessert sich im September und erreicht ein Zweieinhalbjahreshoch.

Sowohl die günstigere Bewertung der laufenden Geschäfte als auch ein optimistischerer Blick in die Zukunft würden zu Herbstbeginn zur guten Laune der Mittelständler beitragen.
 
Die wieder deutlich größere Zuversicht unterstreiche zum einen, dass der mehrheitlich stark auf den heimischen Markt ausgerichtete Mittelstand von einer andauernd lebhaften Binnennachfrage ausgehe. Zum anderen dürften die besseren Erwartungen aber auch darauf zurückzuführen sein, dass sich die Bremseffekte des Brexit-Votums entgegen erster Befürchtungen nicht sofort, sondern eher mittel- und langfristig zeigen würden. Auch die deutschen Großunternehmen, die stärker in die internationale Arbeitsteilung eingebunden seien und daher besonders sensibel auf Veränderungen im außenwirtschaftlichen Umfeld reagierten, hätten sich drei Monate nach dem Brexit-Referendum aus der Schockstarre gelöst. Sie bewerteten im September nicht nur ihre aktuellen Geschäfte erheblich positiver, sondern korrigierten auch ihre Erwartungen sehr stark nach oben. Insgesamt falle die Klimaaufhellung bei den Großunternehmen noch kräftiger aus als im Mittelstand.
 
„Die Stimmungswolken haben sich verzogen und geben den Blick auf die gute Wirtschaftslage frei“, kommentierte Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Deutschland bleibt konjunkturell auf solidem Expansionskurs. Ich erwarte für 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,8% – schließe nach der ungewöhnlich breiten und kräftigen Klimaerholung im September aber auch eine positive Überraschung nicht aus.“ Dabei blieben die bekannten Abwärtsrisiken gerade auf der außenwirtschaftlichen Seite bestehen: „Neben den nur aufgeschobenen, aber nicht aufgehobenen konjunkturellen Belastungen durch den Brexit gibt es nach wie vor nicht unerhebliche politische Unsicherheiten, etwa die Präsidentenwahlen in den USA und Österreich, mögliche Neuwahlen in Spanien und das Verfassungsreferendum in Italien“, so Zeuner.

Quelle: KfW Bankengruppe

Das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer September 2016 finden Sie hier.