News

News

31.08.2017

Kapitalpolster der MBG stärken Unternehmen den Rücken

News der der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Mehr als 660 kleine und mittelständische Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben in den vergangenen 25 Jahren mit einer Kapitalhilfe der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) ihre Geschäftstätigkeit auf- und ausbauen können.

Mit stillen Beteiligungen im Gesamtumfang von 257 Mio. Euro hätten sie ihr Eigenkapitalpolster langfristig wirkend stärken können. Das habe diesen Unternehmen insgesamt Investitionen von rund 1,4 Milliarden Euro ermöglicht, wodurch wiederum mehr als 25.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert worden seien. Gut jede dritte Beteiligung der MBG habe eine Existenzgründung oder eine Unternehmensnachfolge unterstützt.

Diese Bilanz zögen die Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab und Heiko Paelecke anlässlich des 25-jährigen Bestehens der MBG. Zur Jubiläumsveranstaltung würden auch die Staatssekretäre im Wirtschaftsministerium, Dr. Jürgen Ude, und im Finanzministerium Sachsen-Anhalts, Dr. Klaus Klang, erwartet.

Die MBG sei am 6. Juli 1992 nach dem bundesdeutschen Vorbild öffentlich geförderter Kapitalbeteiligungsgesellschaften gegründet worden und arbeite seitdem als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation der privaten Wirtschaft. Gesellschafter seien die Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern, die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt, das Land Sachsen-Anhalt und als Finanzierungspartner Banken und Sparkassen.

Eine Kapitalbeteiligung der MBG sei eine nachhaltige Alternative oder sinnvolle Ergänzung zu einem Bankkredit. Sie zähle in der Bilanz wie Eigenkapital, womit sie Bonität und Rating und damit den Liquiditätsspielraum des Unternehmens verbessere. Der Unternehmer bleibe bei den stillen Beteiligungen der MBG in seiner operativen Geschäftstätigkeit unabhängig und damit „Herr im eigenen Haus“. „Diese Unabhängigkeit ist vielen mittelständischen Firmen, vor allem Familienbetrieben, sehr wichtig“, erklärte Geschäftsführer Schwab: „Voraussetzungen für unsere stille Beteiligung sind ein überzeugendes unternehmerisches Konzept und die erforderliche fachliche und kaufmännische Qualifikation sowie geordnete wirtschaftliche Verhältnisse der Unternehmerin oder des Unternehmers.“

Zurzeit befänden sich 173 Unternehmen im Bestand der MBG. Gegenüber den Anfangsjahren habe sich der Schwerpunkt des Beteiligungsgeschäfts von Starthilfen für die zahlreichen Nachwendegründungen hin zur Investitionsfinanzierung für Wachstum und Erweiterung der inzwischen etablierten Unternehmen verlagert. Jetzt kämen in steigender Tendenz Nachfolgeregelungen für die in den Ruhestand wechselnden Unternehmer der ersten Stunde hinzu, bei denen Beteiligungskapital der MBG die Firmenübernahme und Auszahlung des scheidenden Altgesellschafters durch den neuen Eigentümer erleichtere. „Dabei unterstützt die Schließung der Finanzierungslücke mit Beteiligungskapital einen gesunden unternehmerischen Übergang und Neuanfang“, verdeutlichte Geschäftsführer Paelecke.

Die durchschnittliche Eigenkapitalquote der mittelständischen Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren zwar erhöht. Ausnahmen gebe es aber vor allem bei sehr kleinen Unternehmen und Gründern. Für diese sei es trotz der gegenwärtigen Niedrigstzinsen schwierig, eine Fremdfinanzierung am Kapitalmarkt zu erhalten. Diese „Kredithürde“ sei auch eine Folge der strengeren Vorgaben, die Banken und Sparkassen seit der Umsetzung von Basel III bei der Kreditvergabe befolgen müssen. „Alternative Finanzierungsbausteine haben damit noch mehr an Bedeutung gewonnen“, betonteten die Geschäftsführer Paelecke und Schwab .

Bei ihren klassischen Beteiligungen stelle die MBG bis zu einer Million Euro, in Einzelfällen bis zu 2,5 Mio. Euro Beteiligungskapital zur Verfügung. Für dieses Risikokapital gebe die Schwestergesellschaft der MBG, die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt, eine anteilige Garantie. Seit Herbst 2013 könne die MBG auch Beteiligungskapital in kleinerem Umfang von 10.000 bis 50.000 Euro aus dem Mikromezzaninfonds- Deutschland bereitstellen. Davon hätten bisher 159 Firmen Gebrauch gemacht und rund 7 Mio. Euro Mikromezzaninkapital erhalten.

Aus Anlass des Jubiläums habe das Förderinstitut MBG eine besondere, zusätzliche Initiative zur Wirtschaftsförderung angestoßen. Statt Präsenten habe die Geschäftsführung ihre Partner in Wirtschaft und Politik um Spenden zugunsten der Deutschen Kinder und Jugendstiftung (DKJS) zur Unterstützung von Schülerfirmen in Sachsen-Anhalt gebeten. „In den landesweit fast 150 Schülerfirmen lernen die Heranwachsenden ganz praxisnah, welche Aufgaben und Anforderungen sie als Unternehmer meistern müssen, aber auch welche Erfolge sie damit erreichen können. Das kann sie motivieren und ermutigen, sich später als ,echte` Firmengründer selbstständig zu machen“, sagte MBG-Geschäftsführer Schwab.

Aus dem Spendengeld sollen Schülerfirmen, die in einem Ideenwettbewerb besonders hervorstechen, mit einem Preisgeld unterstützt werden. Dafür könnten sich alle Schülerfirmen in Sachsen-Anhalt und diejenigen, die eine Schülerfirma gründen möchten, bewerben. Informationen rund um das Thema Schülerfirmen in Sachsen-Anhalt gebe es unter www.gründerkids.de.

Quelle: Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt

Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier.