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16.11.2016

Gründerwoche 2016 - Bürgschaftsbank NRW hilft Erzieherin ein Flüchtlingsheim zu eröffenen

News der Bürgschaftsbank NRW GmbH

Die Bürgschaftsbank NRW unterstützte Gründerin Gracia Harder bei der Eröffnung eines Jugendheims für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Das Jugendheim „Upgrade” in der Gemeinde Wilnsdorf im Kreis Siegen-Wittgenstein ist ein Haus für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge, das Gracia Harder Anfang März eröffnet habe. Für das sechsstellige Hausbankdarlehen habe die Bürgschaftsbank nach „sehr positiven Gesprächen” zu 80 Prozent das Ausfallrisiko übernommen, „sonst hätte ich das nicht machen können”. Gracia Harder wisse, was es bedeutet, seine Heimat für lange Zeit, mitunter für immer zu verlassen. Als sie sechs Jahre alt war, seien ihre Eltern aus dem Kongo geflohen und hätten in Deutschland Asyl bekommen. Sie sei hier aufgewachsen, habe Abitur gemacht und eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert. Als sie das Jugendheim „Upgrade” eröffnete, sei sie 25 Jahre alt gewesen.

Inzwischen lebten dort zehn minderjährige Flüchtlinge, derer sich formell das Jugendamt annehme. Im Alltag jedoch seien für Omar, Isaf oder Raman Gracia Harder und acht Fachkräfte zuständig – ein „starkes, tolles Team”. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Behebung sprachlicher und schulischer Defizite, die Integration in die deutsche Alltagskultur sowie die Unterstützung bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse.

Ein normales Leben führen wollten die jungen Flüchtlinge, und sie wüssten, dass die Beherrschung der deutschen Sprache dafür eine Grundvoraussetzung sei, wenn sie vormittags die Haupt-, Real- oder Berufsschule besuchten und sich nachmittags in Sportvereinen oder Musikgruppen engagierten. „Ihr Integrationswille ist stark”, sage Gracia Harder. Viele der rund 200 unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge im Kreis Siegen-Wittgenstein hätten in Afghanistan und dem Irak einen Beruf gehabt. Doch in Deutschland werde die – überdies mangels Dokumenten unbewiesene – Qualifikation nicht anerkannt: Sie fingen beruflich wieder von vorne an. Besonders schwer hätten es die drei Analphabeten aus Afghanistan; für sie sei der Deutschlehrer die wichtigste Bezugsperson im Jugendheim.

Warum habe Gracia Harder ihrer Einrichtung den Namen „Upgrade” gegeben? Ihre Antwort: „Der Begriff ist für mich ein Synonym für den Aufstieg in ein besseres Leben.”

Quelle: Bürgschaftsbank NRW

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.