News

News

26.05.2016

Existenzgründer im Norden nutzen Bürgschaftsangebot

News der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH

Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein hat 2015 insgesamt 476 Unternehmen mit einer Bürgschaft bzw. einer Garantie begleitet. Das sind 29 Unternehmen weniger als in 2014.

Die Bürgschafts- bzw. Garantiesumme sei entsprechend von € 69,5 Mio. auf € 63,6 Mio. zurückgegangen. Im bundesweiten Vergleich der Bürgschaftsvolumina liege Schleswig-Holstein damit an fünfter Stelle. Im dritten Jahr in Folge gestiegen sei das Engagement bei den Existenzgründungen. Gegenüber dem Vorjahr hätten 175 Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer auf eine Bürgschaft der BB-SH bauen können – das seien 10 Unternehmen mehr als 2014 (ein Plus von 6 %). Die damit verbundene Kreditsumme sei von € 31 Mio. in 2014 auf € 36,2 Mio. in 2015 gestiegen, die Bürgschaftssumme von € 21,1 Mio. auf € 25,3 Mio. „Wir freuen uns, dass die Bürgschaftsbank in den letzten Jahren verstärkt dazu beitragen konnte, Start-Ups eine finanzielle Basis zu schaffen, die für das jeweilige Geschäftsmodell notwendig ist“, sagte Hans-Peter Petersen, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein, bei der Vorstellung der Jahresbilanz des Förderinstituts.

„Die Rahmenbedingungen für die Kreditversorgung in Schleswig-Holstein sind ähnlich wie im gesamten Bundesgebiet zurzeit sehr gut“, erklärte Petersen. Die vom Ifo Institut gemessene Kredithürde sei im April 2016 auf einen historischen Tiefstand gesunken: Nur noch 14,2 % der Unternehmen hätten angegeben, Probleme mit der Kreditvergabe zu haben. In den ersten Jahren der Erhebung bis 2005 seien es noch mehr als die Hälfte gewesen. Dementsprechend konstatierte Hans-Peter Petersen in seiner Analyse des Geschäftsjahres 2015: „Den Kunden der BB-SH geht es gut. Die Gesamtrisikolage hat sich verbessert. Der Anteil der Fremdfinanzierungen ist gesunken.“ Gesunken sei dementsprechend im vergangenen Jahr auch die Ausfallquote bei den von der Bürgschaftsbank geleisteten Bürgschaften. Leicht gestiegen dagegen sei die Zahl der Bürgschaftsanträge: Für 2015 weise die Statistik der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein 670 Anträge mit einem Antragsvolumen von € 104,8 Mio. aus (2014: 665 Anträge mit einem Volumen von € 103,8 Mio.). Die mit Hilfe von Bürgschaften ausgelösten Investitionen hätten  im vergangenen Jahr bei € 201 Mio. (2014 waren es € 245 Mio.) gelegen.

Mit deutlichem Abstand sei das Handwerk der Wirtschaftszweig, für den die meisten Bürgschaften herausgelegt wurden. 2015 seien es insgesamt 145 Bürgschaften gewesen (im Vorjahr 140). „Das Handwerk profitiert von der guten Baukonjunktur und schafft Spielräume für weiteres Wachstum“, nennt Dr. Gerd-Rüdiger Steffen, weiterer Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein einen Grund für die Zunahme der Bürgschaften in dem Wirtschaftszweig.

„Unser Geschäft ist im vergangenen Jahr kleinteiliger geworden – das spiegelt sich in den gestiegenen Zahlen sowohl bei den Existenzgründern als auch bei kleineren Unternehmen wider“, erklärte Steffen. Noch nie habe die Bürgschaftsbank so viele Existenzgründungen unterstützt. Die Bürgschaftssumme für die 175 begleiteten Unternehmen habe € 25,3 Mio. betragen (bei einer Gesamtkreditsumme von € 36,2 Mio.). Bei knapp der Hälfte der Unternehmen aus dem Bereich Existenzgründer habe es sich um Unternehmensnachfolgen gehandelt. „Und in Zukunft werden deutlich mehr Unternehmensübernahmen auf uns zukommen“, bestätigte Dr. Steffen einen sich seit einiger Zeit abzeichnenden Trend.

Seit Herbst 2015 unterstütze die Bürgschaftsbank Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, des nicht gewerblichen Gartenbaus (zum Beispiel Baumschulen), der Aquakultur und Fischwirtschaft, der Agrar- und Ernährungswirtschaft und der erneuerbaren Energien (außerhalb EEG-Förderung) bei der Finanzierung von Investitionen durch die Übernahme von Ausfallbürgschaften für Hausbankkredite. Sofern dabei Programmdarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Anspruch genommen werden, werde für die Bürgschaftsübernahme das EU-Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für KMU des Europäischen Investitionsfonds (EIF) genutzt.

Für 2016 habe die Geschäftsführung einen weitgehend stabilen Geschäftsverlauf geplant. Die Konjunkturprognosen seien verhalten positiv und ließen ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes von real rd. 1,7 % erwarten. Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein sei sehr gut in das neue Jahr gestartet: Ende April habe das Volumen der genehmigten Bürgschaften und Garantien mit € 23 Mio. gut 27 % über dem Vorjahr gelegen. Bei der Zahl der begleiteten Unternehmen lhabe das Plus bei 16 % gelegen. „Diese erfreulichen Zahlen geben uns Rückenwind für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2016“, erklärte Hans-Peter Petersen.

Quelle: Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.