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02.03.2017

Das Gründungsstipendium in Schleswig-Holstein wirkt

News der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH

Seit Anfang 2016, dem Startschuss für das "Gründungsstipendiums Schleswig-Holstein", wurden insgesamt sechs Start-ups mit insgesamt 12 Stipendien bewilligt. Bis 2019 stellen das Land Schleswig-Holstein, die Investitionsbank Schleswig-Holstein und die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH insgesamt eine Million Euro zur Verfügung.

Durchschnittlich bis 7,5 Monate – bei sehr aufwendigen Geschäftsmodellen sogar bis zu einem Jahr lang – unterstütze das Gründungsstipendium junge Gründerinnen und Gründer, damit die sich ganz auf die Entwicklung ihres Geschäftsmodells und auf die Unternehmensgründung konzentrieren könnten.

Laura Cordes habe ab Mai 2016 eines der ersten Gründungsstipendien erhalten. Mit ihrer Online-Plattform „Gardoré“ unterstütze die 29-Jährige ehemalige Unternehmensberaterin Frauen bei der Auswahl und beim Shopping von Businessbekleidung. Kundinnen könnten bei Gardoré nicht nur einzelne bürotaugliche Kleidungsstücke bestellen, sondern sich auch vollständige Outfits zu verschiedenen Dresscodes vorschlagen lassen. „Wir wollen Frauen dabei helfen, ihr perfektes Business-Outfit zu finden. Denn das passende Outfit wirkt nicht nur positiv nach außen, es bestärkt auch nach innen“, erklärte Laura Cordes, deren Idee beim GründerCup 2016 der KielRegion mit Platz eins in der Kategorie „Start-up“ ausgezeichnet worden sei. „Für die Gründung bin ich extra nach Kiel zurückgekehrt“, sagt die Jungunternehmerin. „Hier kann ich mein Heimatnetzwerk optimal mit meinen internationalen Kontakten kombinieren.“

Den lokalen Handel hätten die geförderten Daniel Faulhaber und Christopher Meereboer mit „Bummelbude“ im Blick. In ihrem digitalen Schaufenster könnten lokale Geschäfte und kleinere Händler außergewöhnliche Produkte präsentieren und so die fortschreitende Digitalisierung für sich nutzen. „Bummelbude verknüpft die Vorteile des Online-Shoppings mit dem Erlebnis des stationären Einkaufs“, erklärten die Gründer. „Die Nutzer können bei uns erst virtuell durch das Angebot bummeln und anschließend lokal beim Händler in ihrer Stadt kaufen.“

Außergewöhnliche Produkte fertigten Emilia Lucht, Arne Sebrantke und Jonas Thiesfeld. Die Geschäftsführer der „Nui Studio GmbH“ würden innovative Möbel und Beleuchtungslösungen designen und produzieren. Ein besonders aufsehenerregendes Produkt sei die Mygdal Pflanzenleuchte, eine technisch neuartige Leuchte mit einem geschlossenen Ökosystem im Inneren. Mygdal solle als Steh- oder Hängeleuchte in zwei verschiedenen Größen erhältlich sein. „Dank des Gründerstipendiums konnten wir uns in den vergangenen Monaten ganz auf die Produktentwicklung und den Firmenaufbau konzentrieren und haben damit einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht“, sagten die Jungunternehmer. Der Markteintritt werde gerade vorbereitet und durch das „Dr. Werner Jackstädt-Zentrum für Unternehmertum und Mittelstand Flensburg“ begleitet.

„Das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein soll Hochschul-Absolventen mit innovativen und marktfähigen Ideen den Weg in die Selbstständigkeit ebnen“, meinte Dr. Annelie Tallig, Projektmanagerin für Gründungsförderung bei der WTSH. Absolventen mit einer Erfolg versprechenden Geschäftsidee, die sich für ein Stipendium bewerben wollten, sollten sich an die Gründungsunterstützer ihrer Hochschule oder an die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) wenden.

Quelle: WTSH

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