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17.10.2017

Creditreform Herbstumfrage - Bauboom und anziehende Exporte verleihen Mittelstandskonjunktur Flügel

News des Verbands der Vereine Creditreform e.V.

Die Wirtschaftslage im deutschen Mittelstand ist weiterhin außerordentlich gut. Der Creditreform Geschäftsklimaindex (CGK) erreichte im Herbst 2017 mit 30,9 Punkten ein neues Allzeithoch (Herbst 2016: 24,9 Punkte).

Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen würden von den befragten Unternehmen günstiger eingeschätzt als vor einem Jahr. Ausschlaggebend für das positive Stimmungsbild im Mittelstand sei die anhaltend gute Konjunktur in Deutschland, die von Konsum und Bautätigkeit getragen werde. Da sich zudem die Exporte belebt hätten, hätten sich vor allem im mittelständischen Verarbeitenden Gewerbe die Konjunkturdaten im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Diese Entwicklungen würden die aktuelle Stimmungslage noch einmal deutlich anhaben.

Im Einzelnen zeigten sich bei Auftragseingängen und Umsätzen nochmals Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Eine rückläufige Auftragsentwicklung sei nur vereinzelt gemeldet worden. Auch die Umsatzkurve im Mittelstand zeige weiter nach oben. 42,2 Prozent der befragten Unternehmen hätten Zuwächse verbucht und fast jedes neunte Unternehmen Umsatzeinbußen. Im mittelständischen Handel gebe es allerdings häufiger als zuletzt Umsatzeinbußen.

Die zukünftige Geschäftsentwicklung für die nächsten sechs Monate werde von den mittelständischen Unternehmen weiter optimistisch eingeschätzt. Der Anteil der Unternehmen, die mit Zuwächsen bei Aufträgen und Umsätzen rechneten, habe sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. So erwarte mittlerweile jedes dritte Unternehmen steigende Auftragseingänge und 39,8 Prozent der Befragten rechneten mit einem Umsatzplus. Zuversichtlicher als derzeit seien die Mittelständler in den letzten zehn Jahren noch nie gewesen.

Mit zunehmender Stabilität des Konjunkturaufschwungs sei auch die Investitionsbereitschaft im Mittelstand gestiegen. Gut die Hälfte der befragten Unternehmen plane zukünftig ein Investitionsvorhaben. Das sei der höchste Wert in den letzten zehn Jahren. Allerdings hätten sich nur im Bau- und im Verarbeitenden Gewerbe die Investitionsabsichten erhöht.

Auch die Finanzlage im Mittelstand zeige sich verbessert. Zum einen werde ein Plus bei den Erträgen gemeldet, zum anderen habe sich auch das Zahlungsverhalten der Kunden weiter verbessert. Größere Forderungsausfälle würden seltener gemeldet als in der Vergangenheit. Gleichzeitig hätten die Unternehmen die derzeit günstigen Finanzierungsbedingungen genutzt und Investitionen sowie Anlage- und Umlaufvermögen vermehrt mit Fremdkapital finanziert. Infolgedessen würden sich die Eigenkapitalquoten im Mittelstand nach Jahren stetiger Verbesserungen wieder leicht rückläufig entwickeln. Von 29,9 auf 31,0 Prozent zugenommen habe der Anteil der Unternehmen, die eine niedrige Eigenkapitalquote von weniger als zehn Prozent aufwiesen. Knapper sei die Eigenkapitaldecke im Dienstleistungsgewerbe geworden. Noch knapp jedes dritte mittelständische Unternehmen gelte als eigenkapitalstark. Dabei glänze das Verarbeitende Gewerbe weiterhin mit hohen Eigenkapitalquoten.

Quelle: Creditreform

Die vollständige Pressemitteilung und die aktuelle Untersuchung finden Sie hier.