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01.02.2017

Bürgschaftsbank Brandenburg 2016 mit deutlich mehr Geschäft

News der Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH

Getrieben vom Generationswechsel in Brandenburger Unternehmen verzeichnet die Bürgschaftsbank einen deutlichen Zuwachs von 43 Prozent beim Bürgschaftsvolumen für Existenzgründer und Unternehmens-nachfolgen. Insgesamt erreicht die Bürgschaftsbank elf Prozent mehr Geschäft im Jahr 2016 und liegt damit deutlich über dem Bundestrend.

„Das erfolgreiche Ergebnis trotz geringerer Antragszahlen deutet darauf hin, dass die verbürgten Kredite im Durchschnitt deutlich größer geworden sind“, bewertete Dr. Miloš Stefanovic, Geschäftsführer der Bank die Geschäftszahlen.

Eine solide Industrie und eine stark gewachsene Nachfrage von Dienstleistungsunternehmen und Existenzgründern bescherten der Bürgschaftsbank Brandenburg zum vierten Mal in Folge das beste Neugeschäft aller Bürgschaftsbanken in Ostdeutschland. Mit 263 Bürgschaften und damit verbundenen Krediten und Beteiligungen in Höhe von 79,3 Mio. Euro rangiere die Bürgschaftsbank bundesweit auf Platz sieben (Stückzahl) bzw. Platz acht (Volumen). Die vergebenen Bürgschaften hätten Investitionen in Höhe von 140 Mio. Euro ermöglicht und damit das Vorjahresniveau um 9 Mio. Euro überstiegen. Bürgschaftsunter-nehmen hätten im vergangenen Jahr 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Zum 31. Dezember 2016 zähle die Bürgschaftsbank im Bestand 1.921 Bürgschaften und Garantien für Kredite und Beteiligungen in Höhe von 376 Mio. Euro. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren habe die Bank demnach fast 7.770 Bürgschaften ausgereicht für Kredite und Beteiligungen in Höhe von 2 Mrd. Euro. Die dadurch getätigten Investitionen von Brandenburger Unternehmen beliefen sich auf mehr als 4,2 Mrd. Euro. 128.000 Arbeitsplätze seien entstanden oder durch die Bürgschaften gesichert worden. 31.000 davon seien neu geschaffene Arbeitsplätze.

Eine prosperierende Wirtschaft könne auch eine sinkende Nachfrage nach gewerblichen Krediten bedeuten. Investitionen finanzierten die Unternehmen dann häufig aus Eigenmitteln. Beide Entwicklungen hätten sich auch 2016 verfestigt. Einer der Gründe für die erhöhten Volumina im Bürgschaftsgeschäft seien Unternehmensnachfolgen. „Erfolgreiche Unternehmen kosten, der brandenburgischen Wirtschaft geht es gut und wer ein Unternehmen übernimmt, muss derzeit mehr dafür zahlen“, erklärte Dr. Miloš Stefanovic, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank. „Auch die Finanzinstitute zeigen sich im steigenden Wettbewerb untereinander zunehmend risikofreudiger und finanzieren Vorhaben häufiger ohne Bürgschaften.“

Deutlich gestiegen sei die Nachfrage für Gründungsfinanzierungen. Kredite und Beteiligungen mit einem Volumen von 30 Mio. Euro seien 2016 für Existenzgründer verbürgt worden. Das entspreche 38 Prozent des verbürgten Gesamtgeschäftes 2016. Diese Entwicklung werde insbesondere auch von Nachfolgeregelungen getragen.

Über die Hälfte der Bürgschaften für Kredite und Beteiligungen seien 2016 an Unternehmen aus Industrie (17,4 Mio. Euro), Handwerk (13,4 Mio. Euro) und Dienstleistungsbranche (17,1 Mio Euro) gegangen. Den stärksten Zuwachs (+72 Prozent) habe die Nachfrage aus den Freien Berufen (7,6 Mio. Euro) erfahren. Gefolgt von der Dienstleistungsbranche, die um 64 Prozent zulege und damit das Niveau der Industrie erreiche. Eine schwächere Nachfrage verzeichneten das Handwerk  (- 3 Mio. Euro) und das Gastgewerbe (-2,5 Mio. Euro).

Zurückhaltender zeige sich die Nachfrage nach der Brandenburger Erfindung „BoB“ – das Sonderprogramm Bürgschaft (vorerst) ohne Bank: 67 Bürgschaften (Vj. 97) und verbürgte Kredite und Beteiligungen in Höhe von 11 Mio. Euro (Vj. 12,7 Mio. Euro) seien 2016 über das schnelle Sonderprogramm bewilligt worden. BoB erleichtere Unternehmen den Zugang zu Krediten bis zu 400.000 Euro. Die Bürgschaftsbank übernehme noch vor der Hausbank die Prüfung des Kreditkonzeptes.

Seit dem 1. Oktober 2015 könnten landwirtschaftliche Unternehmen Bürgschaften für Investitionen über ihre Hausbanken erhalten. Mit dem Programm Agrar-Bürgschaften fördere die Bürgschaftsbank Brandenburg landwirtschaftliche Betriebe, Aquakultur- und nicht gewerbliche Gartenbaubetriebe wie Baumschulen, Staudengärtnereien, Obst- und Gemüsebauern sowie Produzenten von Zierpflanzen. Kredite und Beteiligungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro habe die Bürgschaftsbank 2016 im Rahmen dieses Programmes verbürgt.

Quelle: Bürgschaftsbank Brandenburg

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