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26.02.2018

Beteiligungskapital auf Rekordniveau

News vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK)

Laut vorläufiger Statistik des BVK hat der deutsche Beteiligungskapitalmarkt ein Rekordjahr hinter sich. Insgesamt 11,3 Mrd. € wurden von Beteiligungsgesellschaften im letzten Jahr in rund 1.100 Unternehmen investiert. Das Investitionsvolumen des Vorjahres (6,77 Mrd. €) wurde damit um zwei Drittel übertroffen.

„Insbesondere im Buy-Out-Segment wurde substantiell mehr investiert als im Vorjahr, allerdings auch gestützt durch Einmaleffekte“, sagte Joachim von Ribbentrop, Sprecher des Vorstandes des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK). „Unabhängig von diesem Rekordergebnis hat die Private Equity-Branche wieder ihre Bedeutung als wichtiger Wachstumsmotor für Gründer und Mittelständler unterstrichen. In Deutschland sind mehr als 5.000 Unternehmen mit Beteiligungskapital finanziert und hiervon beschäftigen neun von zehn weniger als 500 Mitarbeiter“, erläuterte von Ribbentrop.

Die Buy-Out-Investitionen hätten 8,94 Mrd. € erreicht, gut drei Viertel mehr als im Vorjahr mit 5,02 Mrd. €. Besonders dazu beigetragen hätten wieder einige sehr große Transaktionen. „Neben den öffentlich besonders beachteten Milliarden-Transaktionen haben wir auch ein lebhaftes Geschäft bei kleinen und mittelgroßen Transaktionen gesehen. Private Equity ist im Mittelstand weithin akzeptiert“, so von Ribbentrop. Die Zahl der Buy-Outs sei von 119 auf 150 gestiegen.

Auch bei den mittelstandsorientierten Minderheitsbeteiligungen (Wachstums-, Replacement- und Turnaround-Finanzierungen) seien die Investitionen gesteigert worden. Bedingt durch einige große Investments habe sich die Summe im Vergleich zu 2016 (0,69 Mrd. €) hier ebenfalls nahezu verdoppelt auf 1,33 Mrd. €.

Auch für Venture Capital-Gesellschaften sei ein erfolgreiches Jahr zu Ende gegangen. Deren Investitionen hätten bereits 2016 mit 1,06 Mrd. € ihr höchstes Niveau seit 2008 erreichen können. „Mit 1,05 Mrd. € wurde der erfreuliche Aufwärtstrend bei den Investitionen im abgelaufenen Jahr noch einmal bestätigt“, fasste Regina Hodits, BVK-Vorstandssprecherin für den Venture Capital-Bereich, zusammen. 600 Startups seien finanziert worden, die damit erneut mehr als die Hälfte aller im letzten Jahr finanzierten Unternehmen ausgemacht hätten. „Die gemeinsamen Bemühungen von Venture Capital-Branche und Politik für ein fruchtbares Umfeld für die Startup-Finanzierung tragen weiter Früchte. Es ist aber nach wie vor notwendig, mehr Kapital für die Gründungsfinanzierung und das weitere Wachstum junger Unternehmen in Deutschland zu mobilisieren“, ergänzte Hodits. „Wir sind optimistisch, dass auch die neue Bundesregierung diesem Thema die notwendige Bedeutung beimisst“.

„Es wird schwer, dieses auch von Einmaleffekten getragene Investitionsergebnis in 2018 wiederholen zu können“, blickte Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK, voraus. „Bei stabilen konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen ist aber von einem weiterhin lebhaften Geschäft auszugehen. Aktuell gibt es keine Anzeichen, weshalb das laufende Jahr nicht wieder erfolgreich für unsere Branche werden sollte.“ In der „Private Equity-Prognose“, einer Befragung der Beteiligungsgesellschaften zu ihren Erwartungen für das laufende Jahr, erwarteten vier von zehn Befragten, dass die Investitionen in ihrem jeweiligen Marktsegment leicht oder deutlich steigen werden. Jeder Zweite gehe zumindest von gleichbleibenden Investitionen aus. Besonders optimistisch seien dabei die Venture Capital-Gesellschaften, wo sogar fast die Hälfte ein Investitionsplus erwarte, wogegen es bei den Wachstumsfinanzierern/Buy-Out-Gesellschaften ein gutes Drittel sei. Ein ähnliches positives Stimmungsbild zeichneten die befragten Gesellschaften im Hinblick auf ihre Exit-Erwartungen.

Quelle: BVK

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.