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12.06.2017

Berlin behauptet Position als Deutschlands Gründerhauptstadt

News der BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH

Der BBB-Gründerindex der BBB BÜRGSCHAFTSBANK zu Berlin-Brandenburg für 2016 steht bei der Marke von exakt 200,9. Das bedeutet rund 201 Gründungen je 10.000 Erwerbspersonen. Damit hat sich das gute Ergebnis von 2015 verfestigt.

Im Bundesdurchschnitt sei der Index dagegen weiter gefallen und stehe nun nur noch bei 122,7. Damit liege der Wert für 2016 drei Prozent unter Vorjahr.
 
Die positive Berliner Entwicklung werde insbesondere von Gründungen gestützt, die neben den Initiatoren mit mindestens einem Arbeitnehmer an den Start gingen. In diesem Fall handele es sich um  „echte Betriebe“, im Unterschied zu Kleingewerbegründungen, bei der die Gründerin bzw. der Gründer ohne Mitarbeiter starte.
 
„Berlin hat seine Magnetwirkung erneut unter Beweis gestellt“, bilanziere Waltraud Wolf, Geschäftsführerin der BBB BÜRGSCHAFTSBANK, „und dies bei gleichzeitig wachsender Einwohnerzahl und einer steigenden Zahl von Erwerbspersonen.“
 
Berlin weise, gemessen am Unternehmensbestand, in den Branchen Energieversorgung, dem technologisch interessanten Bereich „Information und Kommunikation“ sowie den unternehmensnahen „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ deutliche Überschüsse aus und unterstreiche damit seine Anziehungskraft für technologiebasierte Gründungen. Berlin sei auch Gründerstadt für FinTech-Startups, die sich vor allem einen Namen für B2C-Angebote gemacht hätten.
 
Dass Berlin weiterhin Gründerhauptstadt bleibe, liege zu einem wesentlichen Teil an der Gründungsneigung von Berlinern mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die 2015 für fast die Hälfte aller Unternehmensgründungen stünden.

Auch im Metropolenvergleich sei Berlin erneut seiner Favoritenrolle als deutsche Gründerhauptstadt gerecht geworden. Gemessen an den „Erwerbsaktiven“ weise die deutsche Hauptstadt die mit Abstand meisten Gründungen unter den 12 untersuchten deutschen Städten auf. Mit 182 Gewerbegründungen je 10.000 Erwerbsaktiven rangiere Berlin 2015 deutlich vor Leipzig (133), Hamburg (130) und München (126). Schlusslichter seien wie im Vorjahr Stuttgart (75) und Bremen (82).

Forschungsintensive Industrien sowie wissensintensive Dienstleistungen seien bedeutende Zukunftsfelder, die darum gesondert ausgewertet worden seien. In der Regel seien Stadtgebiete in Deutschland keine Zentren für die Gründung von forschungsintensiven Industrieunternehmen. Nur die Städte Berlin und Bremen lägen 2015 über dem Bundesdurchschnitt. Bei den Gründungen im Bereich wissensintensive Dienstleistungen liege Berlin zwar ebenfalls in der Spitzengruppe, müsse aber München und Köln den Vortritt lassen.

„Das Ergebnis dieses Teilbereichs sollte Anlass sein, die Rahmenbedingungen für Gründer forschungs- und wissensintensiver Bereiche  in Berlin zu überprüfen und ggf. neu auszurichten“, mahne BBB-Geschäftsführerin Waltraud Wolf. „Offenbar nutzt Berlin die Vorzüge seines Hochschul- und Wissenschaftsstandortes noch nicht uneingeschränkt. Dieser Herausforderung aber muss sich Berlin stellen, will es die digitalen Veränderungen in der Wirtschaft aktiv gestalten.“

Quelle: BBB BÜRGSCHAFTSBANK zu Berlin-Brandenburg

Die vollständige Pressemitteilung und den BBB-Gründerindex finden Sie hier.